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Ich schlage folgendes Thema als Anliegen des VGSD vor

Hohe Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung: 350€/ Monat!

Für Selbständige gelten hohe Mindestbeiträge in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung. Sie zahlen Beiträge auf ein Einkommen von 1.968,75 Euro, auch wenn sie tatsächlich sehr viel weniger verdienen.

Da Selbständige Arbeitgeber- und -nehmeranteil tragen müssen, ist die prozentuale Belastung ohnehin doppelt so hoch wie bei Angestellten. Durch die Mindestbeiträge erhöht sich die prozentuale Belastung um so mehr, je niedriger das Einkommen ist.

Viele Gründer und Selbständige werden dadurch überfordert. Viele Frauen, die sich gerne in Teilzeit selbständig machen würden, bleiben im "400-Euro-Gefängnis", weil sich aufgrund der Mindestbeiträge eine Selbständigkeit nicht rechnet.

Diskutieren Sie über dieses Thema auch in unserem Forum: http://bit.ly/QyP5ry

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123 Kommentare

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  • Stefan M.Stefan M. kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    @anonym 18.11.17 ....Ich glaube Sie haben nicht verstanden um was es mir geht .....Es geht um die Sicherung einer soliden Grundversorgung für alle Bürger. Dazu gehört eben auch eine KV. Wer mehr will, kann sich immer noch zusätzlich privat versichern...Dazu muß aber auch jeder Bürger solidarisch beitragen, im Rahmen seines wahren Einkommens....Wenn alle Bürger & alle Einkommensarten herangezogen würden, könnte der Beitrag sinken. Natürlich muß auch die Ausgabenseite reformiert werden...und jeder Patient sollte z.B. nach einem Arztbesuch eine Rechnungskopie bekommen, um zu sehen welche Kosten die Kasse erstattet....diese Transparenz fehlt völlig in der GKV.....Was kann daran falsch sein ?

  • Stefan M.Stefan M. kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Warum haben die Leute hier Probleme sich bei FB zu registrieren, um bei dieser sehr interessanten Gruppe "Krankenkasse fair & bezahlbar für ALLE..." mitzumachen ? Es geht v.a. um die verfassungswidrigen Mindestbeiträge für kleine Selbständige..............Diese Frage wurde nämlich noch nie höchstrichterlich behandelt, seit der KV-Versicherungspflicht ab 2007. Die Kopplung von Zwangsversicherung & willkürlich festgelegtem Mindestbeitrag ist verfassungswidrig ! Manche haben ein Problem mit FB. Warum ? Jeder kann sich doch anonym registrieren...eine Sache von 2 Minuten...ohne Risiko.... Hier nochmal der interessante Link zu dieser FB-Gruppe, die sich mit dem Thema beschäftigt und Leute sucht, die sich einer Verfassungsbeschwerde anschliessen wollen .....https://www.facebook.com/groups/1001108396628364/?ref=bookmarks

  • Anonym kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Eine Bürgerversicherung wäre für mich ein ausreichender Grund mit dem Arbeiten endgültig aufzuhören, auch dann wenn ich kein Krebspatient wäre.

    Vorweg: Es handelt sich um eine Form der Erkrankung, die in keinem Lehrbuch bisher behandelt wurde.

    Die angebliche Überversorgung von Privatpatienten möchte ich an dieser Stelle bezweifeln. Wäre ich in der GKV versichert, würde ich wahrscheinlich bis heute nicht wissen, dass ich an Krebs erkrank bin.

    Als Privatpatient muss ich zwar einen Teil meiner Behandlung selbst organisieren, jedoch kann ich auf die Behandlung direkten Einfluss nehmen, was in der GKV nicht möglich wäre. Behandlungen die ich für unnötig halte, werden einfach ausgelassen. Als Kassenpatient werden bestimmte Behandlungen nicht übernommen, wenn nicht das ganze Programm durchgezogen wird.

    Für mich ist und bleibt die GKV eine luxusverbeitragte Almosenversicherung.

    Solang für Arbeitnehmer nicht der selbe Mindestbeitrag wie für Selbständige angewendet wird und solange Kinder beitragsfrei "Mitversichert" werden können, kann bei der GKV von keinerlei Solidarität gesprochen werden. Genauso halte ich es von vollendeten Blödsinn, wenn statt des tatsächlichen persönlichen Einkommen irgendwelche Teile eines Partners hinzugerechnet werden. Ansonsten muss dies bei Angestellten auch erfolgen, wenn die Einkommen gravierend auseinander gegen und beide Angestellte sind.

    Auch ist der Kinderlosenzuschlag ein weiterer quadratischer Blödsinn. Wenn schon so ein Blödsinn eingeführt wird, müsste auch berücksichtigt werden, ob jemand gesundheitlich in der Lage ist Kinder in die Welt zu setzten.

    Es gibt noch endlos viele Gründe, weshalb mich die GKV sowie eine Bürgerversicherung an den Füßen streicheln darf.

  • JensJens kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Die Mindestbemessungsgrundlage für Selbständige in der GKV liegt derzeit bei 2.231,25 €. Daraus ergibt sich ein Mindestbeitragssatz (14,6%) von 325,76 Euro (ohne Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung). In Ausnahmefällen können Selbständige und Freiberufler von Sonderregelungen profitieren. Nähere Informationen dazu finden sich unter: https://www.krankenkassenzentrale.de/selbstaendige

  • SilvaSilva kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    @ DH: Vielen Dank für die Info, dass man den Mindestbeitrag zur freiwilligen Versicherung auf Antrag als Selbstständiger mit geringem Einkommen verringern kann, wusste ich bisher tatsächlich noch gar nicht! Diese Härtefall-Regelung bezieht sich auf Selbstständige die unter 1968,75 Euro/Monat verdienen.

    Im Moment (März 2017) läge der Beitrag im Härtefall bei 262,54 €.
    Immer noch nicht ideal, aber besser als der "normale" Mindestsatz von 369,27 € (Krankenversicherung 14% ohne die Zusatzbeiträge und Pflegeversicherung).

    Hier habe ich nochmal im Überblick gefunden, wer wie viel zahlen muss:
    https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/selbststaendige/

    Und hier Infos zur Härtefall-Regelung und den Bedingungen drumherum:
    https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=1227

  • N. RichterN. Richter kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    "3. Weg": Europäische Krankenversicherung

    Offenbar gibt es als "3. Weg"/Ausweg noch die "europäische Krankenversicherung". Dazu brauchen wir unbedingt gute, ordentlich aufbereitete Informationen. Was ich bis jetzt darüber gefunden habe, ist sehr vielversprechend. Man kann damit die deutsche Versicherungspflicht erfüllen, ohne jedoch den Mindestbeitrag der GKV zahlen zu müssen. Wenn man in Dtl. bereits "kriminell" ist, weil man keine KV mehr hat (aus welchen Gründen auch immer), erhält man dann wieder eine KV.
    Wir brauchen da wirklich Informationen von Experten.

  • Knud WalterKnud Walter kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Insbesondere die schlechte Beratung durch die Kassen selbst und die Bevorzugung von ALG 2 Empfängern mit niedrigen Beiträgen führen zu einer Kriminalisierung der Selbstständigen. Besonder snegativ die TK und AOK plus. Aber auch die sogenannte Künstlersozialkasse braucht ewig um aus dem Pott zu kommen

  • DHDH kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    @Helga Langenfeld: Zur Berechnung des Mindestbeitrags werden ja nicht nur die Einkünfte aus der Selbständigkeit hinzugezogen, Zitat:

    "Für die Berechnung des Krankenkassen-Beitrags von hauptberuflich Selbstständigen oder anderen freiwillig Versicherten gelten gleichwohl Mindesteinkommen. [,,,]
    Vor 2009 konnten Krankenkassen in ihren Satzungen jeweils eigene Verfahren für die Beitragsberechnung von freiwillig Versicherten mit geringem Einkommen aufstellen. Heute gilt das einheitliche Verfahren, das der GKV-Spitzenverband erstellt hat. Demnach kann die Beitragsbemessung auf 50 Prozent der monatlichen Bezugsgröße in der Sozialversicherung reduziert werden. Dazu ist ein gesonderter Antrag an die Krankenkasse erforderlich.

    Eine Einstufung zum Mindestsatz ist nur möglich, wenn keine weiteren Einkünfte oder ein größeres Vermögen vorliegen. Dazu werden Einkünfte aus Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung, ausgezahlte Renten sowie weitere Einkünfte - zum Beispiel aus einem Minijob- berücksichtigt. Einnahmen des Partners werden mitgezählt. Für Kinder gibt es keine Freibeträge" (Quelle: https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/beitragsbemessung

  • Helga AlbertHelga Albert kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Das sich diese Zahlen jährlich ändern war ich auch nicht mehr ganz auf dem laufenden.
    Hier die exakten Zahlen für das Jahr 2016 für freiwillig gesetzlich Versicherte Selbständige
    Mindestbeitrag: 1.452,50 Euro
    auf Antrag für Selbständige ohne Gründungszuschuß
    Regelbeitrag: 2.178,75 Euro, Betrag 1.968,75 ist überholt
    Hächstbeitrag: 4.237,50 Euro

    Somit sind für Versicherte ohne Krankengeldanspruch und ohne Zusatzbeitrag ca. 210 Euro zu zahlen.
    Bei weniger Einkommen als dem Minstbeträg ist das immer noch viel zu viel Geld. Deswegen sollte die Bemessungsgrenze für den Mindestbeitrag gesenkt werden.
    Mein Vorschlag auf 1.250 Euor und er soltte auch nicht jährlich erhöht werden
    Dank der Hexenjagt von Frau Nahles auf Selbständige sind unserer aller Einnahmen seit 2015 eher stark gefallen als sich um 5 % zu erhöhen.
    Helga Albert, Lengenfeld

  • Helga AlbertHelga Albert kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Leider ist der erste Abschnitt in diesem Beitrag nicht korrekt.
    Es gibt allerdings gesetzl. KV die Ihre selbständige Mitglieder nicht korrekt informieren um, wenn auch gesetzwidrig, höhere Beiträge einzuziehen.
    Es gibt noch einen Mindestbetrag für die, die weniger als 1.968,75 Euro verdienen.Diese Satz ist mir nicht genau bekannt, liegt aber Ihrendwo ziwschen 1.290 und 1.350. Dieser Betrag ändert sich jährlich. Bis vor wenigen Jahren durfte dieser geringerer Satz nur für Existenzgründer angesetzt werden, aber auf jeden Fall seit 2014 ist der Mindestsatz für alle anwendbar.
    Ich habe im Herbst 2014 meiner KV mitgeteilt, das meine Einnahmen stark gesunken sind, habe beim Finanazmt die Herabsetzung der Einkommenssteuer beantragt und mit entsprechenden Nachweisen auch bestätigt bekommen.
    Diesen neunen Bescheid habe ich der IKK zugeschickt und im darauffolgenden Monat habe ich wesentlich weniger Beiträge bezahlt.
    Allerdings habe ich bei meinen Mitstreitern immer wieder festgestellt, das die KV die Selbständigen darüber nur informieren wenn man sie direkt in der Geschäftstelle auf diese Regeung anspricht.
    Helga Albert, Lengenfeld

  • OliverXOliverX kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Für mich war die Entscheidung auch klar: Gesetzliche KV und drin bleiben. Auch wenn ich ab und an mal mehr zahle, ich ich ansonsten müsste. Ich denke, wenn man als Selbständiger weniger, als den Mindestsatz zahlen müsste, hat man zu wenig Einkommen und sollte das seinlassen und sich lieber was in der Festanstellung suchen.

  • N. RichterN. Richter kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Hallo,

    ich bin auchzu dumm, den Facebook-Link zu benutzen, werde immer aufgefordert, mich "anzumelden" oder zu "registrieren" (habe kein Facebook-Konto). Kann man da auch anders mitlesen/mitmachen?

    Aber nochmals: Wie kann man sich als Selbstständiger freiwillig GKV versichern? Kann mir das bitte jemand erklären oder einen Link posten, wie das geht?

    Gruß
    Lisa

  • N. RichterN. Richter kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Hallo Stefan M.,

    von "ständigen Wechseln" halte ich auch nichts. Aber man hat eben kein RECHT zur freiwilligen Versicherung in der GKV. Dazu müsste man erst einmal vorher gesetzlich (ßflicht)krankenversichert gewesen sein. Das erreicht man nur, wenn die Eltern gesetzich krankenversichert waren, so dass man "als Kind hineingewachsen" ist, oder wenn man eine pflichtversicherte abhängige Beschäftigung aufnimmt. Als Selbstständiger kommt man ZUM ERSTEN MAL gar nicht hinein in die GKV.

    Selbst wenn man vorher GKV-versichert war, müsste man sich innerhalb von, (ich glaube) 3 Monaten entscheiden. Wenn man als Selbständiger vorher privat versichert war (oder gar nicht), hat man eben kein Recht auf freiwillige GKV. Man hat nur eine PFLICHT, sich privat krankenzuversichern.

    Ich war 1989 in der DDR selbstständig und somit im DDR-System krankenversichert. Nach der Wende hatte man diese 3 Monate Entscheidungsfrist bereits versäumt (ging allen Kollegen, die auch selbstständig waren, ebenso, weil man sich zu DDR-Zeiten darum gar nicht kümmern musste). Die AOK verlangte damals den Nachweis einer "lückenlosen Vorversicherung", den ich nicht erbringen konnte.

    Ich musste sich daraufhin vor dem nächsten Zahnazrtbesuch schnell privat versichern. Und damit war es vorbei! Seit ca. 25 Jahren) versuche ich, ERSTMALIG in die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland zu kommen, in der ich ja vorher noch nie war, was nicht möglich ist.

    Wenn ich als privat versicherter Selbstständiger zu einer GKV gehe, kann ich dort nicht MItglied werden. Dazu müsste ich erst meine Selbstständigkeit aufgeben oder arbeitslos werden.

    Ich habe die Entscheidung für die PKV nicht selbst getroffen, es war halt ein "Versäumnis", nicht innerhalb von 3 Monaten reagiert zu haben. Damals gab es kein Internet und für ehemalige DDR-Bürger kaum Informationsmöglichkeiten. Auf der AOK hier im Osten wusste niemand, "wie das bei Selbstständigen geht, Sie müssen sich privat versichern, basta."

    Alle reden immer nur von "freiwilliger WEITERversicherung". Wie man (als Selbstständiger) erstmals in die GKV kommt, hat mir überhaupt noch niemand erklären können. Dazu muss man offenbar bereit sein, seine Existenz/Selbstständigkeit aufzugeben und Hartz IV zu beziehen, wozu ich mich nicht überwinden kann.

    Vielleicht habe ich hier einfach ein Informationsdefizit. Wenn mir jemand erklären könnte, wie man als Selbständiger freiwillig zur GKV kommt (ohne vorher gesetzlich versichert gewesen zu sein), würde ich mich sehr freuen.

    Gruß
    Lisa

  • Stefan M.Stefan M. kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    @N.Richter ....ein ständiges Wechseln zwischen den Systemen ( PV - GKV ) ist allerdings nicht möglich, um Rosinenpickerei zu unterbinden...Man sollte sich einmal entscheiden und dann dazu stehen...Für mich z.B. war die PV ( trotz aller Schwächen der GKV ) noch nie eine Versuchung, weil sie keine Zukunft hat....und im Alter zu massiven Problemen führen kann....

  • Stefan M.Stefan M. kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    @N.Richter: Zutrittsrecht von Selbstständigen zur gesetzlichen Krankenversicherung ? Das gibt es, nennt sich Freiwillige Versicherung in der GKV ....Krux: hohes Mindesteinkommen gekoppelt mit Versicherungszwang....eindeutig verfassungswidrig...Klage läuft....

  • N. RichterN. Richter kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Zu diesem Thema gehört unbedingt ein Zutrittsrecht von Selbstständigen zur gesetzlichen Krankenversicherung. Das gibt es ja derzeit nicht. Man hat, auch unterhalb des 55. Lebensjahres, eben KEINE Möglichkeit, in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen, es sei dnen, man gäbe seine Selbstständigkeit auf, nimmt eine abhängige Beschäftigung an oder meldet sich arbeitslos. Als Selbstständiger hat man per se einfach keinen Zugang.

    Derzeit gibt es nur eine PFLICHT; sich PRIVAT krankenzuversichern, jedoch keinerlei RECHT von Selbstständigen, sich gesetzlich krankenzuversichern. Ein solches Recht auf gesetzliche Krankenversicherung sollte unbedingt bei derartigen Überlegungen mit einbezogen werden.

    Gruß
    Lisa

  • Anonym kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Nachtrag: Die Beiträge unten alle pro Monat, klar (die Selbstbeteiligungen jeweils aufs Jahr): Also die ca. 230 EUR Monatsbeitrag für einen bald 80-jährigen . Ich finde das mutmachend. Jede Krankenvers. bietet günstige Tarife mit z.T. etwas geringerer Leistung an, die z.B. für Berufseinsteiger optimiert sind, die würde ich fürs "Mittelalter" auch empfehlen.

    Ab 60J. ist auf jeden Fall gesetzlich festgelegt, dass bei Tarifsteigerungen, die PKV dem Rentner günstigere Tarife von sich aus offerieren muss!

  • Anonym kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Ich bin eher in anderen Themen unterwegs und bin immer wieder aufs Neue überrascht, wie stark das Thema Krankenkassenbeiträge andere drückt. Falls es jemand hier diskutieren möchte:

    Was genau ist jetzt der Grund, dass nicht private Krankenkassen in Betracht gezogen werden, wenn einem der Beitrag in der gesetzlichen zu hoch ist?

    Natürlich kann man da auch was falsch machen. Aber: Ich schrieb es schon mal irgendwo hier. Ein Grund zu Angst besteht nicht: Für alle, die total viel Angst vor der privaten PKV haben, z.B. vor Beitragssteigerungen (dies es natürlich bei der gesetzlichen auch gibt), hier noch mal die Fakten aus drei Generationen meiner Familie:

    1. Mein Vater, knapp 80J., Zeit seines Lebens privat versichert, zahlt derzeit bei einer hohen Selbstbeteiligung von 1200 EUR im Jahr < 230,- EUR PKV Beitrag (Continentale KV).
    Davor hatte er einen Tarif mit gleicher Selbstbeteiligung (weiß ich leider nicht genau) und Chefarztbehandlung, etc. mit 444 EUR.
    Das ist doch genial !!!
    Ich kenne auch die Geschichten von KV Beiträgen von 1000-1500 EUR im Alter. Dennoch gehe ich davon aus, dass da entweder bewusst keine günstigeren Tarife genommen werden- oder man Unglück gehabt hat, und eben vorher die Krankenkasse wechseln muss.

    2. Ich selbst, knapp 50 J., habe immer unter 300 EUR Beitrag bezahlt. Als die Kostensteigerungen kamen, bin ich auf einer günstigen Tarif mit geringerer Leistung umgestiegen, ich glaube ich liege jetzt bei 260 EUR Monatsbeitrag bei 600 EUR SB pro Jahr. Bei der Universa KV.
    Allerdings nur gesetzl. Schutz im Krankenhaus. Könnte ich lange begründen. So gut wie die gesetzliche ist mein Schutz allemal. Allerdings ohne Krankentagegeld, klar, den würde ich bei der gesetzlichen dazu kriegen.

    3. Ich habe zwei Kinder, wir drei sind alle privat versichert. Meine Erfahrung ist, dass es bei einem Erwachsenen + zwei Kindern ziemlich pari kommt, von den reinen Kosten, ob man sich gesetzlich (mit Höchstsatz) oder privat zu dritt einzeln versichert. Kommt eine Person hinzu, wird die gesetzliche günstiger. Relativ schlecht ist die eheliche Kombination, in der nur einer gesetzl. versichert ist, weil dann die Kinder trotzdem privat versichert müssen, falls es sich bei dem mit privater PKV um den Höherverdiener handelt.
    Die Kinder kosten jeweils zwischen 80-140 EUR, müsste ich nachschauen, der günstige Preis ist mit hoher Selbstbeteiligung, bei der Universa aber das einzig sinnvolle Modell bei Kindern, weil der Beitrag trotz fiktiver Maximal-SB immer noch geringer ist. Bei der Signal Iduna gab es eine vernünftige Variante für das andere Kind ohne SB bzw. mit 150 SB nur.

    => Fazit: Wer Geld sparen möchte, und noch Leistungsvorteile hinzu, ist mit einer privaten KV, die er sorgfältig ausgesucht hat, gut aufgehoben. Dass die Beiträge im Alter so hoch sind, ist so nach unseren Erfahrungen nicht gegeben, zumindest, wenn man sich auf gewisse Selbstbeteiligungen einlässt. Wer im Alter in die Grundsicherung fallen sollte, wird immer noch durch die gesetzliche aufgefangen.
    Termine kriegt man als Privatpatient natürlich oft schneller, was gerade bei Kindern angenehm ist. Aber der Abrechnungssch*** nervt. Das man jede Rechnung sieht und ggf. auslegt, senkt die Lebensqualität eher als dass es nützlich ist, zu sehen, was der Arzt alles abrechnet.

  • Stefan M.Stefan M. kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    @ Andreas Thimm, so langsam kommen wir der Sache schon näher. So weit sind wir auch nicht auseinander...Ihre Kritik an meiner Def. des wahren Einkommens ist berechtigt...ich korrigiere mich da gerne selbst und sage bei Selbständigen sollte der Gewinn aus selbständiger Arbeit UND alle anderen Erträge aus Vermietung Kapital etc. herangezogen werden....desweiteren sind Ihre Ausführungen zur Bürokratie etc ganz in meinem Sinne.....Das derzeitige Gesundheitssystem ( "Freiwillige Zwangsversicherung" sagt eigentlich ALLES - ein Widerspruch in sich...) ist sogar in meinen Augen grundgesetzwidrig, da der Krankenversicherungszwang nicht auf der Basis eines staatl. diktierten Mindesteinkommens durchzusetzen ist. Das widerspricht eindeutig dem GG Art. 2 . Ich werde gegen diese Kopplung von KrankenVersicherungszwang und staatl. Einkommensdiktat ( Mindestbeitragsproblem) Verfassungsbeschwerde erheben.

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