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Ich schlage folgendes Thema als Anliegen des VGSD vor

Hohe Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung: 350€/ Monat!

Für Selbständige gelten hohe Mindestbeiträge in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung. Sie zahlen Beiträge auf ein Einkommen von 1.968,75 Euro, auch wenn sie tatsächlich sehr viel weniger verdienen.

Da Selbständige Arbeitgeber- und -nehmeranteil tragen müssen, ist die prozentuale Belastung ohnehin doppelt so hoch wie bei Angestellten. Durch die Mindestbeiträge erhöht sich die prozentuale Belastung um so mehr, je niedriger das Einkommen ist.

Viele Gründer und Selbständige werden dadurch überfordert. Viele Frauen, die sich gerne in Teilzeit selbständig machen würden, bleiben im "400-Euro-Gefängnis", weil sich aufgrund der Mindestbeiträge eine Selbständigkeit nicht rechnet.

Diskutieren Sie über dieses Thema auch in unserem Forum: http://bit.ly/QyP5ry

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137 Kommentare

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  • Karl Jaquemot kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Ich mag hier nicht in das Lamento und das Abwägen von GKV und PKV einstimmen und bitte folgende Schreiber, dies ebenso nicht zu tun. Es bleibt doch unsere individuelle Entscheidung für eines der beiden Systeme. Relevant ist hier doch die Didkussion um den Punkt der hohen Mindestbeiträge.
    Dass wir als Selbständige auch unsere eigenen Arbeitgeber sind, sollte uns schon bei der Gründung bewusst sein, damit auch die Verpflichtung, unsere Versicherung ganz allein zu tragen, an eine bewusste Entscheidung gekoppelt ist. Ich kommuniziere dies als BWL'er und Gründungsberater all meinen Gründungskunden und hoffe, dass sich alle daran halten. Ich selber halte mich auch daran.
    Was hier allerdings - aus eigener Betroffenheit nach längerem Krankheitsfall und Einkommensausfall - diringend behandlungswürdig ist, sind die hohen Mindestbeiträge. Diese müssen sowohl während der Gründungsphase als auch bei Teilzeitselbständigkeit (aus den verschiedensten Gründen) und auch nach Krankheit und temporärer Einkommenslosigkeit nach dem tatsächlich nachgewiesenen Einkommen berechnet werden und nicht nach einem fiktiven Mindestsatz. Mittlerweile veranlagt die Techniker Krankenkasse mich immer auch rückwirkend nach dem erzielten Einkommen gemäß Einkommensteuerbescheid. So weit, so gut. Sinkt allerdings dann - woöglich temporär - das Einkommen, wird zunächst verlangt, dass man beim Finanzamt eine Absenkung der Steuervorauszahlung erwirkt, wonach dann auch die KV die laufenden Beiträge senkt. Dies dann allerdings nie unterhalb des Mindestbeitrag. Hier muss Abhilfe geschaffen werden.

  • JRe kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    ja, die Beiträge der GKV sind hoch. Jedoch vor allem für Frauen, die noch einen unerfüllten Kinderwunsch haben, ist es wichtig, diese Ausgabe zu leisten. Denn sonst gibt es kein Mutterschaftsgeld! Voraussetzung: es wird GKV mit Krankengeld gewählt!

    Des Weiteren ist das Kind dann gleich familienversichert. Bei einer PKV bräuchte das Kind eine eigene PKV!

  • Xenia kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Ich schließe mich hier den Befürwortern der PKV an, als Selbstständige schrecken mich diese Mindestbeiträge bei der GKV wirklich ab. Wenn man schon einen ordentlichen Finanzplan aufgestellt und sich Gedanken gemacht hat, lohnt es sich auf jeden Fall, als Selbstständige/r zur PKV zu wechseln. Auf Seiten wie https://www.nextli.de/rechner-private-krankenversicherung-pkv/ kann man die Kosten für die jeweilige Berufsgruppe ausrechnen - und bei den Selbstständigen sieht man schnell, dass es sich wirklich lohnt.

  • Helga Zimmermann kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Hallo allerseits, wie kommt Ihr auf € 1.968,75? Bei meiner KV (DAK) zahlt man Beiträge auf fiktive Einnahmen von 2.283,75 € (= Beiträge für Selbstständige mit nachgewiesenen Einnahmen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze). Also mind. 353,99 € mtl. und Beiträge für Selbstständige (ohne Krankengeldanspruch).

    Für Selbstständige gilt ansonsten Beitragsbemessung nach Beitragsbemessungsgrenze
    2018: 4.425,00 € = mind. 685,88 € (ohne Krankengeldanspruch).

    Als Nachweis wird der Einkommenssteuerbescheid verlangt, aber trotzdem das Minimum berechnet. Ab 2018 gilt eine neue Regelung "Beiträge unter Vorbehalt".

  • Axel Schmidt kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Ich habe jetzt einen Antrag auf nachträgliche Rückstufung gestellt. Mal sehen, wie die Barmer jetzt reagiert. Vielleicht gibt es ja doch ein faires Verhalten von der Barmer?

  • Stefan M. kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Um mich nicht falsch zu verstehen : Jeder kann sich privat versichern so viel er will....kein Problem...aber er sollte dann bittschön auch die Konsequenzen tragen und nicht jammern wenn's im Alter eng wird...Um diesem Problem vorzubeugen sollte sich jeder in der GKV in einer allgemeinen Grundversicherung versichern müssen, abhängig von seinem WAHREN Einkommen.....dazu kann er dann weitere freiwillige private Zusatzversicherungen abschließen.....

  • Stefan M. kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Selten so einen pauschalen Blödsinn gelesen wie von anonym am 28.12.17......ein Loblied auf die PKV.....geht's noch ? Die PKV ist am Ende und sucht händeringend Deppen die sich dort noch versichern wollen....und im Alter wollen dann eh viele PKVler zurück in die GKV...warum wohl ? Weil sie es nicht mehr bezahlen können.....dann soll die Solidargemeinschaft wieder aushelfen, der man sich jahrelang entzogen hat.....Ich bin selbst in der GKV und kämpfe dort für gerechte Mindestbeiträge für kleine Selbständige , die nun hoffentlich bald kommen werden.....Ich habe mich nie davongeschlichen und dem Solidarsystem entzogen....das war schwer, aber konsequent in meiner Haltung zur PKV......

  • Stefan M. kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Warum haben die Leute hier Probleme sich bei FB zu registrieren, um bei dieser sehr interessanten Gruppe "Krankenkasse fair & bezahlbar für ALLE..." mitzumachen ? Es geht v.a. um die verfassungswidrigen Mindestbeiträge für kleine Selbständige..............Diese Frage wurde nämlich noch nie höchstrichterlich behandelt, seit der KV-Versicherungspflicht ab 2007. Die Kopplung von Zwangsversicherung & willkürlich festgelegtem Mindestbeitrag ist verfassungswidrig ! Manche haben ein Problem mit FB. Warum ? Jeder kann sich doch anonym registrieren...eine Sache von 2 Minuten...ohne Risiko.... Hier nochmal der interessante Link zu dieser FB-Gruppe, die sich mit dem Thema beschäftigt und Leute sucht, die sich einer Verfassungsbeschwerde anschliessen wollen .....https://www.facebook.com/groups/1001108396628364/?ref=bookmark

  • Axel Schmidt kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Ich möchte Euch teilhaben lassen an meinem Kampf mit der Barmer Ersatzkasse (GEK) um Reduzierung von Forderungen aus Jahren mit Verlust. Es wird weiterhin der Höchstbeitrag eingefordert, obwohl seit kurzem erst der Steuerbescheid mir vorliegt und an sie weitergegeben wurde. (Es lagen mehrere Umzüge, Wechsel von Finanzämtern und Steuerberatern dazwischen). Weder die lokale Vertretung in Bad Neustadt noch die übergeordnete Stelle (Teamleiter) in Nürnberg wollen eine Reduzierung vertreten. Er meint, ich solle einen Antrag auf nachträgliche Rückstufung einreichen. Habt Ihr ähnliche Erlebnisse?

  • anonym kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    ich will auf keinen Fall meine private KV hergeben. Dann müßte ich auf meine Selbstbestimmung verzichten. Nie wieder unmündig !! Gute Ärzte, die viele Fortbildungen machen, die den Menschen ganzheitlich betrachten, nicht mehr nur gegen die Symptome (und somit gegen den Menschen) kämpfen, haben oft ihre Kassenzulassung zurückgegeben um sinnvoll arbeiten zu können. Da könnte ich dann nicht mehr hingehen. Der Gedanke ist furchtbar. Wieder Massenware statt Idividuum und Mensch. Nein danke. Ich zahle viel, es steigt ständig, und ab Rentenalter kann ich dann überlegen - zahle ich die KKasse oder esse ich etwas. Nun, in diesem Krankheitssystem ist alles mögliche faul.

  • Felix.Blu kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Ist bei mir auch der Fall. Nichts desto trotz habe ich mich trotzdem entschieden zu Wechseln. Ich habe hier https://www.pkv-tarifvergleich.info/pkv-fuer-selbststaendige.html
    einige Tarife verglichen und mich dann für das Beste (aus meiner sicht) entschieden.
    Die Beitragshöhe finde ich nach wie vor zu viel, da es wirklich schwer ist als Selbstständiger so zu "überleben".

  • anonym kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Soweit ich weiß sind die "Mindestbeiträge" mehrfach vor Sozialgerichten anhängig gewesen. Die Gerichtsentscheidungen gingen immer davon aus, dass es eine Vereinfachung für die Krankenkassen sei, von der halben Beitragsbemessungsgrenze auszugehen. Mit den Nachberechnungen der Krankenkassen aufgrund des jährlichen Steuerbescheides, dürfte auch diese Form der Vereinfachung wegfallen, weil ja nun eh haargenau nachgerechnet wird. Wahrscheinlich sollte man dann ab Gültigkeit des neuen Vorgehens neuerlich Musterprozesse führen, um diese Verfassungswidrige Regelung endlich abzuschaffen.

    Auch sollten im Willensbildungsprozess um den Mindestbeitrag die Krankenkassen ausgeschlossen werden, da die Zahlungen dem Gesundheitsfond zufließen und nicht den Krankenkassen, auch wenn diese den Betrag vereinnahmen. Dahinter steht ja dieser Irrsinn, dass die Geschäftsführung des Spitzenverbandes der Krankenkassen Gesetze erlassen hat, und das sogar vom Bundessozialgericht Kassel bestätigt worden ist (Wäre gespannt ob das Bundesverfassungsgericht, das genauso sieht). Das ist ungefähr so, wie wenn der Spitzenverband der Inkasso-Unternehmen das Insolvenzrecht verabschiedet.

    Ein weiteres Thema wird sich ergeben, dass der Beitrag für die Krankengeldversicherung bei freiwillig gesetzlich Versicherten auch auf Kapitalvermögen erhoben wird, diese aber im Leistungsfall ausgeschlossen wird. Auch das - so finde ich - kann der Verband einmal aufgreifen.

  • Stefan M. kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    @anonym 18.11.17 ....Ich glaube Sie haben nicht verstanden um was es mir geht .....Es geht um die Sicherung einer soliden Grundversorgung für alle Bürger. Dazu gehört eben auch eine KV. Wer mehr will, kann sich immer noch zusätzlich privat versichern...Dazu muß aber auch jeder Bürger solidarisch beitragen, im Rahmen seines wahren Einkommens....Wenn alle Bürger & alle Einkommensarten herangezogen würden, könnte der Beitrag sinken. Natürlich muß auch die Ausgabenseite reformiert werden...und jeder Patient sollte z.B. nach einem Arztbesuch eine Rechnungskopie bekommen, um zu sehen welche Kosten die Kasse erstattet....diese Transparenz fehlt völlig in der GKV.....Was kann daran falsch sein ?

  • Stefan M. kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Warum haben die Leute hier Probleme sich bei FB zu registrieren, um bei dieser sehr interessanten Gruppe "Krankenkasse fair & bezahlbar für ALLE..." mitzumachen ? Es geht v.a. um die verfassungswidrigen Mindestbeiträge für kleine Selbständige..............Diese Frage wurde nämlich noch nie höchstrichterlich behandelt, seit der KV-Versicherungspflicht ab 2007. Die Kopplung von Zwangsversicherung & willkürlich festgelegtem Mindestbeitrag ist verfassungswidrig ! Manche haben ein Problem mit FB. Warum ? Jeder kann sich doch anonym registrieren...eine Sache von 2 Minuten...ohne Risiko.... Hier nochmal der interessante Link zu dieser FB-Gruppe, die sich mit dem Thema beschäftigt und Leute sucht, die sich einer Verfassungsbeschwerde anschliessen wollen .....https://www.facebook.com/groups/1001108396628364/?ref=bookmarks

  • anonym kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Eine Bürgerversicherung wäre für mich ein ausreichender Grund mit dem Arbeiten endgültig aufzuhören, auch dann wenn ich kein Krebspatient wäre.

    Vorweg: Es handelt sich um eine Form der Erkrankung, die in keinem Lehrbuch bisher behandelt wurde.

    Die angebliche Überversorgung von Privatpatienten möchte ich an dieser Stelle bezweifeln. Wäre ich in der GKV versichert, würde ich wahrscheinlich bis heute nicht wissen, dass ich an Krebs erkrank bin.

    Als Privatpatient muss ich zwar einen Teil meiner Behandlung selbst organisieren, jedoch kann ich auf die Behandlung direkten Einfluss nehmen, was in der GKV nicht möglich wäre. Behandlungen die ich für unnötig halte, werden einfach ausgelassen. Als Kassenpatient werden bestimmte Behandlungen nicht übernommen, wenn nicht das ganze Programm durchgezogen wird.

    Für mich ist und bleibt die GKV eine luxusverbeitragte Almosenversicherung.

    Solang für Arbeitnehmer nicht der selbe Mindestbeitrag wie für Selbständige angewendet wird und solange Kinder beitragsfrei "Mitversichert" werden können, kann bei der GKV von keinerlei Solidarität gesprochen werden. Genauso halte ich es von vollendeten Blödsinn, wenn statt des tatsächlichen persönlichen Einkommen irgendwelche Teile eines Partners hinzugerechnet werden. Ansonsten muss dies bei Angestellten auch erfolgen, wenn die Einkommen gravierend auseinander gegen und beide Angestellte sind.

    Auch ist der Kinderlosenzuschlag ein weiterer quadratischer Blödsinn. Wenn schon so ein Blödsinn eingeführt wird, müsste auch berücksichtigt werden, ob jemand gesundheitlich in der Lage ist Kinder in die Welt zu setzten.

    Es gibt noch endlos viele Gründe, weshalb mich die GKV sowie eine Bürgerversicherung an den Füßen streicheln darf.

  • Jens kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Die Mindestbemessungsgrundlage für Selbständige in der GKV liegt derzeit bei 2.231,25 €. Daraus ergibt sich ein Mindestbeitragssatz (14,6%) von 325,76 Euro (ohne Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung). In Ausnahmefällen können Selbständige und Freiberufler von Sonderregelungen profitieren. Nähere Informationen dazu finden sich unter: https://www.krankenkassenzentrale.de/selbstaendige

  • Silva kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    @ DH: Vielen Dank für die Info, dass man den Mindestbeitrag zur freiwilligen Versicherung auf Antrag als Selbstständiger mit geringem Einkommen verringern kann, wusste ich bisher tatsächlich noch gar nicht! Diese Härtefall-Regelung bezieht sich auf Selbstständige die unter 1968,75 Euro/Monat verdienen.

    Im Moment (März 2017) läge der Beitrag im Härtefall bei 262,54 €.
    Immer noch nicht ideal, aber besser als der "normale" Mindestsatz von 369,27 € (Krankenversicherung 14% ohne die Zusatzbeiträge und Pflegeversicherung).

    Hier habe ich nochmal im Überblick gefunden, wer wie viel zahlen muss:
    https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/selbststaendige/

    Und hier Infos zur Härtefall-Regelung und den Bedingungen drumherum:
    https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=1227

  • N. Richter kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    "3. Weg": Europäische Krankenversicherung

    Offenbar gibt es als "3. Weg"/Ausweg noch die "europäische Krankenversicherung". Dazu brauchen wir unbedingt gute, ordentlich aufbereitete Informationen. Was ich bis jetzt darüber gefunden habe, ist sehr vielversprechend. Man kann damit die deutsche Versicherungspflicht erfüllen, ohne jedoch den Mindestbeitrag der GKV zahlen zu müssen. Wenn man in Dtl. bereits "kriminell" ist, weil man keine KV mehr hat (aus welchen Gründen auch immer), erhält man dann wieder eine KV.
    Wir brauchen da wirklich Informationen von Experten.

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