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Ich schlage folgendes Thema als Anliegen des VGSD vor

Unterscheidung Gewerbetreibende versus Freiberufler: Auf dem Rücken der Selbständigen

Eigentlich hat die Gewerbesteuer viel von ihrem Schrecken verloren: Freiberufler sind generell befreit, Einzelunternehmer und GbRs zahlen erst ab 24.500 Euro Gewinn. In Gemeinden mit einem Hebesatz von bis zu 380 Prozent wird die Gewerbesteuer ohnehin komplett mit der Einkommensteuer verrechnet.

Für kleine Unternehmen bedeutet die Unterscheidung trotzdem viel Aufwand: Bei der Anmeldung treiben sie viel Aufwand, um möglichst als freiberufliche zu gelten - bis hin zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Freiberufler müssen auf gewerbliche Betätigung verzichten oder aber eine zweite Firma gründen, damit nicht plötzlich alle Einnahmen als gewerblich gelten - mit erheblichen Folgekosten und bürokratischem Aufwand.

Dass Kommunen eine verlässliche Finanzierung wünschen und die Gewerbesteuer hierfür eine wichtige Rolle spielt, ist klar. Aber aktuell geschieht dies auf dem Rücken der Selbständigen und kleinen Unternehmen. Dafür muss es doch eine bessere Lösung geben.

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4 Kommentare

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  • Kai kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Nein, Du must "keine zweite Firma" gründen. Du must nicht eine einzige Firma gründen. Du musst nur beim FA eine Nummer und bei der Gemeinde einen Gewerbeschein holen und zwei GUV Rechnungen abgeben. Ich mache das (noch !) weil ich noch Einnahmen über Verkäufe habe. Das führt eben nur dazu, dass man für einen Teil seines Einkommens eine GW - Steuer zahlen würde.

    Schön wäre es, wenn man das aufgrund einer Schätzung einfach weglassen können würde.

  • Juergen kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Wer nur nebenher gewerblich etwas verkauft, ist doch mit den 24500 aus dem Schneider. Einfach eine zweite Steuernummer und fertig. Ich rechne seit 15 Jahren gewerbliches Extra und komme da nur auf Pfennigbeträge. Ok, Mehraufwand ist 2 weitere Zettel für die Steuererklärung.

  • Oliver Kamzol kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Vorallem sollte die Gewerbesteuer für kleine Unternehmen / Ein-Personen-Unternehmen drastisch gesenkt werden, bzw. den Verhältnissen angepasst werden. In Duisburg haben wir derzeit einen Satz von 505% und ich frage mich quartalsweise, warum ich den Kram überhaupt bezahlen muß - was sind meine Gegenleistungen? ...mal so als Tätiger in der Software-, bzw. Beratungsbranche gefragt?
    Ich denke, diese Frage werden sich viele Gewerbetreibende schon gestellt haben - branchenunabhängig.

  • anonym kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Bei Selbstständigen bei denen das Finanzamt Pauschal von einer Privaten Nutzung des Unternehmens ausgeht kann sich der Betrag von 24500 € Freigrenze schnell verringern. Was dazu führt dass man auch bei wesentlich geringeren Einnahmen bereits Gewerbesteuer zahlt. Mein Beispiel: Realer Gewinn von 22500 €, Gewinn vor dem Finanzamt durch angenommene Pauschalbeträge in Höhe von 600 € pro Monat von 29700 €, zu zahlende Gewerbesteuer 1200 € Da läuft meines erachtens viel schief, Pauschalbeiträge sind nur durch erheblichen Buchführungsaufwand der oftmals bei Prüfungen rückwirkend nicht anerkannt wird zu unterbinden.

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