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Ich schlage folgendes Thema als Anliegen des VGSD vor

Gründercoaching Deutschland: 90%-Förderung nur noch für wenige Ausgewählte

Während beim Gründungszuschuss gespart werden soll, stehen für das Gründercoaching Deutschland (GCD) eigentlich ausreichend Mittel zur Verfügung. Im Rahmen des GCD 90 können nach der Gründung bis zu 40 Stunden Gründungs- und Festigungsberatung vergünstigt in Anspruch genommen werden.

Fraglich ist allerdings, ob es künftig noch genug Gründer gibt, die ihn beantragen können! Denn die großzügige Beratungsförderung (90 Prozent-Förderung) erhält nur, wer zuvor den Gründungszuschuss bewilligt bekam – und das sind seit Anfang 2012 gut 80 Prozent weniger als im Vorjahr.

Wem die Arbeitsagentur den Gründungszuschuss versagt, der wird damit gleich mehrfach benachteiligt. Eine Lösung wäre, nicht mehr den Gründungszuschuss, sondern den vorherigen Arbeitslosengeld-I-Bezug zur Fördervoraussetzung zu machen. Das scheitert allerdings an den mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) vereinbarten Bedingungen. Die Mittel des ESF müssen von Deutschland kofinanziert werden - und die Konfinanzierung ist der Gründungszuschuss. Ohne Gründungszuschuss deshalb auch keine Beratungsförderung.

Zwar ist nur die 90-Prozent-Förderung im Rahmen des GCD betroffen. Auch Gründer ohne Anspruch auf Gründungszuschuss können eine 50-Prozent-Förderung beantragen. Hier sind sie es quasi selbst, die die Kofinanzierung sicherstellen. Statt 400 Euro Eigenanteil müssen die Gründer dann 2.000 Euro bezahlen. Ein großer Teil wird deshalb auf die oft dringend benötigte Beratung verzichten müssen. Die KfW als vergebende Stelle wird ihre Vergabeziele nicht erreichen und das erfolgreiche Programm womöglich in dieser Form ganz einstellen.

Wenn Deutschland wenigsten Geld sparen würde... Das ist nicht der Fall, es werden lediglich weniger Gelder in Brüssel abgerufen...

Wenn der Gesetzgeber nicht bereit ist, den Zugang zum Gründungszuschuss zu erleichtern, sollte er zumindest mit dem ESF die Bedingungen des Gründercoaching so verhandeln, dass alle zuvor arbeitslosen Gründer Zugang zu dieser Förderung erhalten.

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2 Kommentare

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  • Silvia Hinrichs kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Nach meiner Erfahrung nur dann, wenn das Jobcenter die Gründung mit Einstiegsgeld gefördert hatte. Aber wenn's schon ohne funktioniert hat ... ;-)) Nur verlässlich ist das natürlich nicht, und gerade mit wenig "Luft" braucht man verläßliche und planbare Angaben.

  • Stefan Scholz kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Auch wer arbeitslos aus Hartz IV kommt, kann den Gründungszuschuss mit 90% bekommen. Das steht zwar in den Bedingungen so nicht drin, hat aber schon funktioniert...

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