Mitbestimmen & Mitmachen beim VGSD

Ich schlage folgendes Thema als Anliegen des VGSD vor

Ausweitung der freien Berufe

In vielen Branchen ist es der Einzelentscheidungen von Finanzämtern oder Gerichten überlassen ob man als Freiberufler anerkannt oder als Selbständiger Gewerbesteuer zahlen muss. Beispielsweise haben Softwareentwickler immer wieder damit zu kämpfen (s. http://www.heise.de/resale/artikel/Selbstaendiger-Softwareentwickler-ist-kein-Freiberufler-1619559.html) und müssen Rücklagen bilden falls ihnen die freiberufliche Tätigkeit anerkannt wird und sie Gewerbesteuer nachzahlen müssen.

Die Forderung sollte sein, dass alle Einzelselbständigen automatisch Freiberufler sind.

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6 Kommentare

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  • Markus W.Markus W. kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Egal wie die Entscheidung ausfällt: Es darf nicht rückwirkend sind. Eine Feststellung hat sofort zu erfolgen und Ende. Außerdem sollte es für die meisten kein Problem sein, weil sie die Gewerbesteuer mit der EKST verrechnen können.

  • TobiasTobias kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Da hat Ludwig wirklich Recht. Wenn die Stadt nichts für einen tut - wieso stehen ihr dann Gewerbesteuern zu? Es gibt keinen Grund wieso sie mehr ein Recht auf diese Steuern hat als eine beliebige andere Stadt.

    Daraus ergibt sich höchstens ein Vorteil für den Softwareunternehmer (der aber eigentlich trotzdem ohne Leistung zahlen muss, aber das kennen wir ja auch von anderen Dingen wie IHK oder GEZ). Er kann frei entscheiden welcher Stadt (oder wie Kai schreibt sogar welchem Land) er seine Steuern schenken will.

  • KaiKai kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Um aber nun doch auf Ludwig einzugehen: Ja, man muss sich fragen, was eine Gewerbesteuer bringen soll. Ich nutze in der Tat nichts von der Gemeinde. Die machen für mich keine Werbung, haben auch kein Schild zu meinem Büro aufgestellt, wie sie es bei den grünen Multiwegweisern tun, die zu den Ärzten zeigen. Ich werde einfach abkassiert und frage mich, wofür.

    Lösung: Die SW wird demnächst von Österreich aus vermarktet und verkauft. Ein dortiger Bekannter hat für mich den Vertrieb übernommen und macht die paar Einheiten im Jahr nebenher mit.

  • KaiKai kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Ohne auf Ludwig einzugehen, muss mal festgestellt werden, dass die erwähnten Softwareentwickler meistens 3 Dinge tun: Sie erdenken Software, was einen akademischen Anspruch hat, sie tippen sie ein, was Handwerk ist und einige verkaufen die Software auch.

    Wenn ich eine SW oder eine Datenbank plane, ist das ein anspruchsvoller Job, der in die Katalogberufe der Freiberufler passt. Ich nutze dazu Wissen, das ich studiert habe und mir in 15 Jahren erarbeitet habe. Mit 5 Jahren BE z.b: könnte ich das NICHT.

    Wenn ich die SW runterschreibe und die Sripte mache, programmiere ich sehr wenig mit hoher Qualität. Wenn aber eine Windowssoftware oder Python bei rauskommt, dann ist 90% Tippen und 10% Denken. Das lassen mich meine Kunden schon gar nicht mehr machen. Das machen bei denen die Angestellten und die Studenten. Da sehe ich keine Freiberuflichkeit mehr erfüllt, weil einfach jeder ohne grosse Ausbildung das kann. Beim Arzt entscheidet ja auch er selber, den Verband legt aber die Schwester an.

    Die Frage ist, ob aus "Nicht akademischer Freiberufler" sofort "Gewerbetreibend" folgen muss. Nach Meiner Meinung NICHT! Diese Leute, die sowas einfaches machen, sind meines Erachtens entweder Angestellte, oder rentenversicherungspflichtige Selbständige.

    Wenn aber wie im Punkt 3, die Software nicht nur für einen Kunden gebaut wird, der sie in einem Gerät nutzt, sondern wenn sie eigenständig verkauft wird, also an mehr, als einen gehen kann, dann ist das ein Gewerbe.

    Und genau das habe ich: Ich habe ein Gewerbe für die Software, die zu 90% getippt ist und die ich fertig an Kunden verticke. Dafür zahle ich auch die Gewerbesteuer.

    Im Übrigen kann man die ja mit dem EK verrechnen und es kürzt sich!

  • LudwigLudwig kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Interessant ist für mich was exakt die Definition der Gewerbesteuer aussagt und warum diese Steuer erhoben wird. Mein Verständnis war bisher so, dass ein Gewerbetreibender an die Gemeinde zahlt da er deren Infrastruktur für sein Gewerbe nutzt. Sitze ich aber als Einzelunternehmer in meiner Privatwohnung und programmiere für meine Kunden nutze ich rein gar nichts. Ein Arzt oder Architekt wiederum mit ausschließlich Laufkundschaft ist als Freiberufler nicht Gewerbetreibend... aber evt. verstehe ich das was nicht richtig.

  • donutdonut kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Fehler im Text:
    "...und müssen Rücklagen bilden falls ihnen die freiberufliche Tätigkeit anerkannt wird und sie Gewerbesteuer nachzahlen müssen."
    --> hier fehlt ein "NICHT"!

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