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Zur Abgrenzung von Scheinselbstständigkeit schlage ich vor... / Selbstständigkeit liegt vor, wenn ...

Selbstständig, wenn gleiche Tätigkeiten mindestens 20% höher bezahlt werden

Um Lohndumping zu verhindern, sollten Selbstständige für vergleichbare Tätigkeiten im Vergleich zum Bruttoeinkommen eines Angestellten mindestens 20% mehr erhalten,

- um die soziale Absicherung sicher zu stellen (der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung beträgt ca. 20% des Bruttoeinkommens)
- und wegen des Auslastungsrisikos, das der Auftragnehmer selbst trägt

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5 Kommentare

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  • Kai kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    20% sind viel zu wenig, weil bei den Personen unter den Sozialbemessungsgrenzen schon soviel an Aufwand anfallen und auch weiter oben sind es noch mindestens 10%.

    Hinzu kommen 10% Absicherung gegen Auftragsausfall wegen Krankheit und es muss ja einen Grund geben für die Selbständigkeit..

    Dann gibt es noch das Haftungsrisiko, die fehlenden Weiterbildungen und die Kosten

    Also: In den unteren Gruppen wenigstens 50% mehr, als das Brutto und in den oberen Gruppen 40% und das auf Dauer über mehrere Jahre gemittelt.

  • Karl Ewald kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    20% sind lächerlich wenig. Als Selbständiger:
    - muss ich mich komplett auf eigene Kosten renten- kranken- pflege- unfall-versichern, (schon das waren die 20%, laut Aussage des Originalposters,
    - eigene Berufshaftpflicht zahlen da ich als Auftragnehmer wesentlich leichter in der Haftung bin
    - erhalte keine bezahlte Freizeit (i.Ggs. zu Jahresurlaub des Arbeitnehmers), keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (wenn ich das wirklich ab Tag 1 über KV versichern wollte, dann sind die Beiträge sehr ungemütlich)
    - muss meine Weiterbildung selber zahlen *und* in unbezahlter Zeit absolvieren
    - muss Buchhaltung, Rechnungsstellung, Reisekostendokumentation, Steueranmeldung in unbezahlter Zeit machen
    - erhalte natürlich keine Nebenleistungen von subventionierter Kantine (falls Einsatz beim Kunden erforderlich) bis Dienstwagen
    - muss zumindest für die nicht im Kundenauftrag zu erledigenden Tätigkeiten - je nach Ausgestaltung auch dafür - einen eigenen Arbeitsplatz einrichten und Fläche dafür z.b. mieten
    Wer da nur 20% mehr bietet, der ist genau der Missbraucher, der bekämpft werden soll. 50-100% Aufschlag scheinen als Kalkulationsansatz für den Selbständigen plausibel. Als Kriterium sehe ich Trennschärfe gegen Missbrauch erst ab 35%.

  • Stefan Klatt kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Welchen Betrag will man als Vergleichsbasis nehmen? Den Maximal-, Minimal- oder den Durchschnittsbetrag aller Festangestellten?
    Es gibt immer irgendwelche Ausreißer nach unten oder nach oben.

  • anonym kommentierte  ·   ·  Missbrauch melden

    Phil: Das Kriterium gefällt mir mit am Besten. Ich würde dies sogar noch expliziter an Tariflöhnen spiegeln und so hineinschreiben. In vielen Bereichen, nicht nur im Zuständigkeitsbereich der IG Metall, sind heutzutage gerade auch die höheren Tätigkeiten, z.B. mit ERA 13-17 ziemlich klassizifiert, dies könnte man nutzen, und hätte ein faires Modell gerade, aber nicht nur für arbeitnehmerähnliche Selbstständige.

    Ergänzende Ideen: Eine Quellen-Abgabe an den Staat von 10% möglich, oder z.B. eine Quellenzahlung des Arbeitgeber-Anteils direkt an Rentenversicherung bei arbeitnehmerähnl. Selbstst., wobei diese natürlich möglichst trotzdem frei in ihrer eigenen Alterssicherung bleiben sollten.

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