Mitbestimmen & Mitmachen beim VGSD

Zur Abgrenzung von Scheinselbstständigkeit schlage ich vor... / Selbstständigkeit liegt vor, wenn ...

Radikal: Rentenversicherung für Alle

Um einmal einen völlig anderen Ansatz zu beschreiben und ich denke, dass man sich hier ggf. gerade eher in Wünschen statt in Realitäten festfährt ein völlig anderer Ansatz:

Unterstützung einer allgemeinen gesetzlichen Rentenversicherung für alle Menschen, auch Selbstständige. Grundrechnung bestehend auf einer Mindestversorgung bzw. Existenminimum im Alter.

Alternativ dazu private Rentenabsicherung möglich, wenn nachgewiesen wird, dass die Grundabsicherung mit privatem Vertrag erreicht wird. Ggf. dazu auch Schaffung neuer Rentenvertragsmodelle (analog Riester).

(Siehe dazu auch zweiter Teil "Abgrenzung Sozialabgaben für Selbstständige")

Und bevor nun jeder gleich reflexartig ein "Ich will aber nix zahlen" in die Tasten hackt bitte das Spiel zuende denken. Dass sich in Deutschland in den letzten Jahren tausende ITler (solo-)selbstständig gemacht haben und dereit als "unternehmenslose Angestellte" mit oftmals offener Frage zum Thema Altersvorsorge sehr nah am Kunden arbeiten ist Realität. Wer aber hier privat bei seiner Rente bereits vorgesorgt hat (s.o.), der hätte auch nichts weiter zu tun oder zu befürchten. Oder anders ausgedrückt - der nächste Schritt in der Gesetzgebung wird meines Erachtens genau so wie hier beschrieben aussehen, die Frage ist nur ob dies mit oder ohne den VGSD gestaltet wird?

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12 comments

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  • Anonymous commented  ·   ·  Flag as inappropriate

    Da wär ich auch dabei wenn auch endlich alle aber auch alle in die Sozialkassen einzahlen. Also auch Politiker, Beamte, usw...

  • Kai commented  ·   ·  Flag as inappropriate

    Da bin ich dabei, wenn die Kriterien für Altersversorgung gut definiert sind. Wovon wird der RV Beitrag berechnet? Vom Umsatz? Vom Gewinn?

    Angestellte bekommen die Hälfte ihrer Beiträge vom AG steuerfrei -der Freiberufler nicht.

    Das Kriterium löst das Problem nicht, sondern schafft einige Neue. Allerdings wird die Unterbezahlung der Geringverdiener limitiert, weil sie abführen MÜSSEN.

    Grundsätzlich kann man das machen. Würde auch den Wildwuchs bei den vielen Scheinselbständigen aus dem Ausland einschränken, die hier arbeiten. Die zahlen dann nämlich auch.

    Allerdings: Sie kassieren dann auch! Genau durchrechnen vorher!

  • Bernd commented  ·   ·  Flag as inappropriate

    Danke nein - ein Grund selbständig zu werden war, endlich die bankrotte RV zu verlassen und selbst vorsorgen zu können. Ich vermeide so effektiv meine Armut im Alter.

  • Benjamin commented  ·   ·  Flag as inappropriate

    Eine sinnvolle Idee, die in anderen Ländern in der einen oder anderen Form auch schon funktioniert!
    Allerdings sollten unter alle wirklich alle Arbeitenden fallen. Also nicht nur Arbeitnehmer und Selbständige, sondern auch Beamte.

  • Freya Elsweiler commented  ·   ·  Flag as inappropriate

    Ich unterstütze eine Rentenversicherung für alle, weil sie gerade für Soloselbständige mit geringen Einnahmen eine Entlastung brächte und mit geringeren Beiträgen eine Absicherung schafft. Ich bin mir im klaren darüber, dass man, wenn man in Rente geht, nicht einfach Sozialhilfe erhält. Sozialhilfe bekommt man nur, wenn man vorher alle Reserven (Erbschaften, finanzielle Rücklagen, Auto, etc.) aufgebraucht hat, der Ehegatte nicht für einen aufkommen kann und auch die Kinder eine gewisse Einkommensgrenze nicht überschreiten, weil diese sonst für ihre Eltern den Unterhalt zahlen müssen.
    Wenn ich nicht all meinen jetzigen oder zukünftigen Besitz (so gering er auch sein mag) aufgeben und meinen Kindern nicht auf der Tasche liegen möchte, ist der einzig sichere Weg eine eigene Altersvorsorge. Gerade weil das für Soloselbständige mit geringen Einnahmen schwer aufzubauen ist, wäre eine verpflichtende Grundabsicherung, in die alle einkommensgerecht einzahlen müssen, die für alle aber nur die gleich hohe Grundsicherung im Alter erbringt, ein großer Fortschritt. Das wäre ein echtes Solidarprinzip. Und wer mehr als die Grundsicherung will, kann ja noch Zusatzversicherungen abschließen. Das geht zwar über den oben genannten Vorschlag hinaus, ich fände es aber gerechter, wenn alle einzahlen, auch die, die sehr gut verdienen.

  • ursula pries commented  ·   ·  Flag as inappropriate

    Möchte noch mal auf den Kommentar von Silke eingehen, ich bin Berufskraftfahrer, selbstständig. Bei einem Umsatz ( für den ich sehr hart gearbeitet habe) von 76.000 tausend €uro im Jahr bleibt ein Gewinn von €uro 24.000 tausend im Jahr, davon geht noch die Krankenkasse mit rund €uro 4800 tausend und Einkommensteuer ungefähr noch mal 10% (wenig gerechnet) ab.Was bleibt? ca €uro16800 tausend im Jahr, ach ja, das ich überhaupt arbeiten darf kostet auch noch mal ca €uro 100 hundert im Jahr an Gebühren, macht ein monatliches Budget von ca €uro1391, davon muß ich leben, miete zahlen 2 Kinder ernähren und einen Notgroschen muß ich auch noch davon, für schlechte Zeiten oder wenn ich mal krank bin oder die Auftragslage mal nicht so gut ist, zurück legen. Wie soll ich da noch ohne Probleme €uro 100 für die Allgemeinheit verschenken? Dieses Jahr wird nicht so gut, weil ich ca einen Monat nicht arbeiten konnte das heißt, lebe im Moment von Reserven mit monatl €uro 90 noch fragen?Trotzdem bleibe ich so lange ich kann ( bin 64 ) als freie Selbständige dem Staat erhalten und werde dann Sozialschmarotzer (das Geld hab ich nämlich dem Staat schon gegeben)

  • ursula pries commented  ·   ·  Flag as inappropriate

    Habe meine Rentenversicherung ruhen lassen, für €uro 169 monatliche Einzahlung gibt es €uro 8 monatl. mehr Rente! Das Geld hab ich nicht über. Steuern, HK, BFG, Krankenk. und sonstige unnütze Vereine ziehen mir genug Geld ab, da bleibt bei einem kleinem Unternehmen nicht mehr viel nach. Dank der Regelung mehrere Kunden haben zu müssen, zahlen einige davon schon gar nicht mehr (kann ja nix passieren, Gerichte sind da sehr gern auf der anderen Seite)

  • Angela commented  ·   ·  Flag as inappropriate

    Wenn uns das endlich von der Hexenjagd befreit, bin ich mit wehenden Fahnen dabei !!!

  • Anonymous commented  ·   ·  Flag as inappropriate

    dem stimme ich zu. Damit verhindert man, dass das soziale Netz überbeansprucht wird durch Sozialhilfe im Alter

  • Marius commented  ·   ·  Flag as inappropriate

    Das wäre die richtige Lösung, aber widerspricht leider den Interessen diverser Versicherungsunternehmen und Finanzinstitute. Wenn alle in die gleiche Rente zahlten, würde das System ja tatsächlich funktionieren, vermutlich könnte man sogar den Beitrag auf 10% senken und würde eine sehr attraktive Vorsorge schaffen. Dann braucht man keinen Riester und keinen Rürup mehr.

  • Stephan Krispin commented  ·   ·  Flag as inappropriate

    Ich bin ein großer Verfechter dieser These! Eine Solidargemeinschaft kann nur funktionieren, wenn sich alle beteiligen. Ein fester Prozentsatz des Einkommens sollte abgeführt werden. Im Übrigen zahlt jeder von uns schon erheblich in DRV ein: Über den Steuerzuschuss aus dem Bundeshaushalt (ca. 80 Mrd Euro!).
    Hierfür bräuchte es natürlich Übergangsfristen um diejenigen, die bereits schon vorsorgen, nicht doppelt zu belasten. z.B. RV Befreiung ab einem gewissem Alter und bei entsprechendem Nachweis von privater Vorsorge und/oder ein jährlich steigender Prozentsatz.
    Unternehmensgründern könnte man ein oder zwei Jahre Befreiung einräumen. Eines ist aber klar: Wirft die Unternehmung dauerhaft nicht genug ab, um für das Alter vorzusorgen, trägt das Geschäftskonzept nicht.

  • Silke commented  ·   ·  Flag as inappropriate

    Ja, warum nicht einen Zwangsbeitrag für die Rentenversicherung, der zahlbar ist, keinem weh tut und dennoch dem Staat hilft? Wenn jeder Selbständige 100 Euro pro Monat für die Allgemeinheit abgibt? Warum nicht?

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